Wie heisst es so schön! Der Arzt sprach sofort Klartext: Diagnose "Raucherfuss", er könne wenig ausrichten, sagte er. Der einzige, der wirklich helfen könne, sei er selbst, mein Vater – und indem er sofort mit dem Rauchen aufhöre. Andernfalls sehe er ihn spätestens in einem Jahr zur "Nachbehandlung einer Fussamputation" wieder.
Das war wirklich „starker Tobak“ – eine Redensart, die aus einer alten Erzählung stammt und genau hier ihre Berechtigung hat.
Mein Vater ist nach der Arztvisite nach Hause gekommen, hat kommentarlos seine Raucherutensilien zusammengesucht und sie im Abfalleimer entsorgt. Er hat über die Gründe, mit Rauchen aufzuhören nie ein Wort verloren und er blieb auf Anhieb ohne Rückfall.
Für mich zeigt diese Geschichte ganz deutlich: Wenn die «Motivation» aus nackter Angst erwächst und der Druck unerträglich wird, schaffen es manche tatsächlich, ganz ohne Unterstützung und direkt aus dem Stand heraus, sofort mit dem kalten Entzug Nichtraucher zu werden.
Doch wer möchte es wirklich so weit kommen lassen? Häufig sind die gesundheitlichen Schäden dann bereits so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr rückgängig zu machen sind. Ein harter, schmerzhafter Weg – und sicher nicht der, den man sich wünscht.
Dies zum Thema Motivation und der kalte Entzug.