Gewichtszunahme beim Rauchstopp, Nikotinentzug, der Raucherentwöhnung

owi Praxis - Integrative Hypnosetherapie, Laserakupunktur - Winterthur

Nehme ich, wenn ich mit Rauchen aufhöre, zu?

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, hat oft Angst davor, dass er danach zunehmen wird. Diese Sorge ist nicht ganz unbegründet, denn bislang ging man davon aus, dass die Gewichtszunahme im ersten Jahr nach der letzten Zigarette durchschnittlich drei Kilogramm betragen kann. Allerdings legt...

Gewichtszunahme beim Rauchstopp...

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, hat oft Angst davor, dass er danach zunehmen wird. Diese Sorge ist nicht ganz unbegründet, denn bislang ging man davon aus, dass die Gewichtszunahme im ersten Jahr nach der letzten Zigarette durchschnittlich drei Kilogramm betragen kann. Allerdings legt eine aktuelle Studie, durchgeführt von französischen und britischen Wissenschaftlern, nahe, dass die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp ("Nikotinabsetzung") höher ausfallen kann als bisher angenommen.

Die süsse Falle beim Rauchstopp: Warum viele Ex-Raucher zunehmen

Beim täglichen Rauchen gewöhnt sich der Körper nicht nur an das Nikotin, sondern auch an den meist süsslichen Geschmack von Tabakprodukten. Viele Raucher ahnen nicht, dass sie dabei auch eine unbewusste Vorliebe für „Süsses“ entwickeln. Diese unterschwellige Konditionierung auf süsse Geschmacksnoten trägt erheblich dazu bei, dass es nach dem Rauchstopp zu Heisshungerattacken und in der Folge zu einer deutlichen Gewichtszunahme kommt.

Eine Gewichtszunahme kann sein – ist aber vermeidbar!

Die süssen Zusatzstoffe in den Tabakprodukten – ein unterschätzter Auslöser für die Gewichtszunahme

Zigaretten und E-Zigaretten enthalten unter anderem zahlreiche süsse Aromastoffe, die das Raucherlebnis angenehmer machen. Dazu zählen:

Die süssen Zusatzstoffe in den Tabakprodukten...
  • Lakritzextrakt (Süssholz): Wird verwendet, um den Tabak zu aromatisieren und dem Rauch eine süsse, weiche, holzige Note zu verleihen, wobei Lakritz bis zu 4 % des Tabakgewichts ausmachen kann.
  • Zucker und Zuckerderivate: Zucker wird oft dem Tabak beigefügt, um ein süssliches Geschmacksprofil zu schaffen. Beim Verbrennen kann Zucker jedoch gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.
  • Sorbitol: Ein süss schmeckender Stoff, der in Tabak- und E-Zigarettenprodukten als Feuchthaltemittel und Geschmacksverstärker verwendet wird.
  • Glycerin (Glyzerin): Süss schmeckend, wird als Feuchthaltemittel eingesetzt, um den Tabak feucht zu halten und den Rauch weicher zu machen.
  • Ethylmaltol: Ein gängiger süsser Aromastoff, der an Karamell oder Zuckerwatte erinnert und oft in E-Zigaretten-Liquids verwendet wird.
  • Sucralose: Ein Süssstoff, der in manchen E-Liquids für den süssen Geschmack verantwortlich ist.
  • Weitere natürliche und künstliche Aromastoffe: Zum Beispiel Maltol (süss, karamellig), Dörrpflaumensaftkonzentrat, Vanillin und andere süsse Aromen, die den Geschmack verbessern und den Rauch angenehmer machen.

Diese Zusatzstoffe dienen primär dazu, den Geschmack des Rauches zu verbessern. Sie überdecken den scharfen und bitteren Geschmack des Tabaks und machen das Inhalieren des Rauches angenehmer – damit wird die Hemmschwelle für «Einsteiger» herabgesetzt. Beim Verbrennen des Tabaks karamellisieren diese Zucker und können so die Akzeptanz steigern und damit zur Abhängigkeit beitragen.

Viele der "süssen" Zusatzstoffe sind gesundheitlich bedenklich, besonders wenn sie verbrannt eingeatmet werden, da sie toxische Verbindungen freisetzen können. Daher gibt es in der EU inzwischen schärfere Regulierungen, die Aromen und süsse Zusatzstoffe in Tabakprodukten beschränken oder verbieten.

Weitere Inhaltsstoffe des Zigarettentabaks und ihre Wirkung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Ausbleiben der süssen Zusatzstoffe ist nicht die alleinige Ursache für die Entzugserscheinungen - Gewichtszunahme ist, aber ein wichtiger Faktor für die psychologische Abhängigkeit und der oft zu beobachtenden Heisshungerattacken auf Süsses. Es ist ein Teil des komplexen Systems von physischer und psychischer Abhängigkeit, das einen Rauchstopp so herausfordernd macht.

Warum man nach dem Rauchstopp zu nimmt?

Die Hauptursachen sind:

  1. Wegfall des Appetitzüglers Nikotin
    Nikotin hemmt den Appetit und steigert den Grundumsatz. Nach dem Rauchstopp normalisiert sich der Stoffwechsel – Ex-Raucher verbrennen täglich etwa 200–400 Kalorien weniger.
  2. Heisshungerattacken auf Zucker
    Durch den Wegfall der süssen Zusatzstoffe im Tabak entsteht eine sensorische Lücke. Das Gehirn sucht nach Ersatzreizen, was zu plötzlichem Verlangen nach Zuckerhaltigem führt.
  3. Gesteigerter Appetit und verändertes Essverhalten
    Viele Ex-Raucher ersetzen die Zigarette durch Snacks – häufig süsse oder kalorienreiche Lebensmittel. Das bekannte "Ritual" wird kompensiert – statt Zigarette greift man zur Schokolade.
  1. Psychologische Ersatzstrategien
    Essen wird oft zum Ersatz für emotionale Bedürfnisse wie Trost, Stressabbau oder Belohnung – Funktionen, die zuvor durch das Rauchen erfüllt wurden.
  2. Wiederhergestellter Geschmacks- und Geruchssinn
    Ca. ab der 2ten Woche nach dem Rauchstopp kehrt der Geruchs- und Geschmackssinn langsam zurück – Essen wird intensiver wahrgenommen und attraktiver, was zu übermässigem Konsum führen kann.

Der Teufelskreis aus Belohnung und Verlangen

Nikotin wirkt stark auf das Belohnungssystem des Gehirns, indem es die Dopaminausschüttung stimuliert. Wird das Rauchen aufgegeben, fehlt diese chemische Belohnung – gleichzeitig fallen auch die angenehmen süsslichen Geschmacksnoten weg. Zuckerhaltige Lebensmittel können diese Lücke schliessen, da auch sie Dopamin freisetzen. So entsteht ein neuer Kreislauf der Abhängigkeit – diesmal vom Zucker.

Die Ironie der «süssen» Tabakzusätze: 

Sie erleichtern den Einstieg zum Rauchen, aber erschweren zusätzlich den Ausstieg
Süsse Aromastoffe senken nicht nur die Hemmschwelle für Einsteiger, sondern machen auch den Ausstieg schwerer. Der Verlust des vertrauten süssen Rauchgeschmacks kann intensive Cravings auslösen und das Risiko erhöhen, das Rauchen durch übermässiges Essen zu kompensieren – mit oft ungewollter Gewichtszunahme als Folge.


Zusammenfassend: Die „süsse“ Komponente als unterschätzte Falle

Die Gewichtszunahme beim Rauchstopp ist nicht allein auf Nikotinentzug zurückzuführen – sie ist auch das Ergebnis einer jahrelangen sensorischen und emotionalen Konditionierung durch süsse Zusatzstoffe in Tabakprodukten. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann gegensteuern und den Rauchstopp erfolgreicher – und gesünder – gestalten.

Mein Behandlungspaket „Rauch- und suchtfrei“ unterstützt Sie dabei, den Rauchstopp ohne unerwünschte Begleiterscheinungen wie Gewichtszunahme oder Verdauungsprobleme zu meistern.

Die im Behandlungspaket enthaltenen Methoden wie Hypnosetherapie, Laserohrakupunktur und weitere Ansätze berücksichtigen gezielt den Faktor Gewichtszunahme. Sie wirken unterstützend, indem sie:

- den Appetit regulieren,
- die Verdauung anregen,
- Stress und Frust abbauen und beruhigend wirken,
- alte Gewohnheiten und Konditionierungen aufheben sowie die Entzugserscheinungen lindern.

So wird der Weg zu einem dauerhaft rauch- und suchtfreiem Leben – weniger beschwerlich.

Was können Sie selbst gegen eine Gewichtszunahme unternehmen:

Die Nahrungsaufnahme um ca. 200 -  400 kcal (Tag) reduzieren

Die Kalorienaufnahme reduzieren, z.B. durch bewussteres Essen...

Ca. 300 Kilokalorien entsprechen...
  • 55 g, ca. 3 Reihen Milchschokolade (Alpenmilch),
  • einem Latte Macchiato, 4,5–6 dl,
  • 7,15 dl, Cola,
  • 56 g Kartoffelchips

Zusätzliche Bewegung in den Alltag einbauen.

300 kcal können durch verschiedene Aktivitäten verbrannt werden:

Eine Person mit ca. 70 kg Körpergewicht verbraucht...
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Die Ernährung kann zusätzlich eine wichtige Rolle spielen:

  • Eine individuelle Ernährungsumstellung entsprechend dem Stoffwechsel-Typ kann sehr hilfreich sein.
  • Die Aufnahme von Ballaststoffen, vor allem durch Vollkornprodukte, kann die Sättigung fördern und Heisshunger reduzieren (Ballaststoffe enthalten praktisch keine Kalorien), sowie die Verdauung verbessern.

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